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Komponist: Turlough O’Carolan

Carolan’s Concerto

Auch bekannt als:
Bean Poer, Mrs. Poer, Mrs. Power, Mrs. Power of Coorheen, O’Carolan’s Concerto

Die Melodie gilt als die bekannteste Komposition des blinden irischen Harfners Turlough O'Carolan. Er schuf sie zu Ehren von Elizabeth Keating, die nach ihrer Heirat mit David Power (Thema einer weiteren Komposition Carolans) zur Mrs. Power of Coorheen (County Galway) wurde. Die Melodie ist daher gelegentlich auch unter dem Namen „Mrs. Power“ bekannt (sie war außerdem die Mutter von Fanny Power, Titel einer weiteren berühmten Carolan-Komposition). 

Laut Grattan Flood war dies sogar Carolans eigene Lieblingskomposition. Der irische Sammler Edward Bunting schrieb im Vorwort seiner General Collection of the Ancient Irish Music (London, 1796), dass in diesem Stück und in „Madam Cole“ „der Praktizierende deutliche Nachahmungen Corellis erkennen wird, in denen die überbordende Fantasie dieses bewunderten Komponisten glücklicherweise nachgebildet ist“. Die Bezeichnung „Concerto“ könnte sich durch eine berühmte, aber historisch umstrittene Geschichte eingebürgert haben (unter anderem überliefert von Grattan Flood und Williamson und kritisch untersucht von Donal O'Sullivan): Danach soll es zu einer Begegnung zwischen Carolan und dem italienischen Geiger und Komponisten Francesco Geminiani in Dublin gekommen sein. Geminiani habe Carolans Fähigkeiten prüfen wollen und ihm ein bewusst „verfälschtes“ Stück italienischer Musik geschickt. Carolan habe es gehört, gelobt, aber auf Irisch gesagt: „Hier und da hinkt und stolpert es.“ Er habe Korrekturen vorgeschlagen und das Stück zurückgesandt, worauf Geminiani ihn angeblich als il genio vero della musica bezeichnet habe. 

Es wurde zudem bemerkt, dass die Melodie Einflüsse verschiedener italienischer Meister aufweist, insbesondere von Corelli, dessen Musik Carolan geschätzt haben soll. Die Melodie wurde bei einem Wettbewerb irischer Harfenmeister gespielt, der im „Belfast Northern Star“ vom 15. Juli 1792 erwähnt wird – im Rahmen des Belfast Harp Festival, der letzten großen Versammlung der alten irischen Harfner. Sie erschien auch in A Favourite Collection of the so much admired old Irish Tunes, wo sie als „Mrs. Poer“ gedruckt ist. Weitere Anmerkungen Quelle der notierten Fassung: – John Lee’s Favourite Collection of the so much admired old Irish Tunes (Dublin, 1786) [O’Sullivan].

Gedruckte Quellen 

  • Brody, Fiddler’s Fakebook, 1983; S. 62.
  • A General Collection of the Ancient Irish Music von Bunting; Nr. 42, S. 23.
  • Complete Collection of Carolan’s Irish Tunes, 1984; Nr. 154, S. 105.
  • Haverty, One Hundred Irish Airs, Bd. 3, 1859; Nr. 275, S. 137.
  • Howe, The Musician’s Companion, 1843/1844; S. 46 / S. 129.
  • Johnson, Kitchen Musician No. 3: Carolan, 1983/1991/2001; S. 11.
  • Mallinson, 100 Enduring, 1995; Nr. 94, S. 39.
  • Miller & Perron, Irish Traditional Fiddle Music, 2006; S. 138–139.
  • O’Farrell, Pocket Companion, 1805; S. 16.
  • O’Flannagan, The Hibernia Collection, 1860; S. 5.
  • Music of Ireland: 1850 Melodies von O’Neill; Nr. 633, S. 113.
  • Carolan: The Life, Times and Music of an Irish Harper von O’Sullivan; Nr. 154. 

Aufnahmen

  • The Chieftains, Derek Bell, Leo Rowsome, Seán McGuire u. a. (verschiedene Veröffentlichungen zwischen 1957–1993).

Setting 1

„Carolan’s Concerto“ anhören:

„Carolan’s Concerto“ ist auf den Alben: